Noch mehr USB. Jetzt Typ 4!
Noch mehr USB. Jetzt Typ 4!
Das soll mit einem weiteren neuen Standard korrigiert werden. Doch gelingt das wirklich so?
Der Neue, der USB-4 Standard wird den Typ-C-Anschluss verwenden. Und schon haben wir das erste Problem. Das ist zwar einerseits von Vorteil, doch die Anschlüsse lassen sich auch in Zukunft nicht unterscheiden. Eine entsprechende Kennzeichnungspflichtig wird es auch diesmal wohl nicht geben. Kleinster gemeinsamer Nenner ist, wie kann es auch anders sein, Typ 4 wird Daten mit Thunderbolt-3-Geschwindigkeit (40 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) Bandbreite) übertragen können.
Innerhalb der homogenen Anschlüsse auf Typ 4 sind das 5 Gigabyte pro Sekunde und kann dem Genuss von Filmen in 4K-Auflösung gerecht zu werden. Eigentlich sollte der Typ 4 gar keine höhere Übertragungsrate bieten. Doch der Anspruch auch via USB-4-Kabel 4K-Monitore optimal nutzen zu können, hat sich das dann wohl letztlich doch durchgesetzt über den neuen Standard auch mehr Datenfluss zu ermöglichen. Ein HDMI- oder DisplayPort-Kabel würde das dann endlich überflüssig machen. Seit etwa 2019 diskutiert und spezifiziert das Konsortium über den USB 4 Standard. Nun 2020 scheinen die Hersteller der Chipsätze, denn diese müssen es auch verarbeiten/unterstützen können, die Zielgerade zu beschreiten.
Was sind nochmal die Unterschiede?
Es war nicht nur so, dass die Stecker anders aussahen. Wesentliche Unterschiede gab es in der Datenübertragungsrate und der Stromversorgung. Wesentlich für Geräte die sonst zusätzlich mit Strom versorgt werden mussten, konnten im Lauf der Entwicklung einige Geräte auf ein eigenes Netzteil verzichten. Das gestaltete sich in Etwa so:
Ein Blick auf die Tabellen verrät vor allem eines: Große Unterschiede! Ob das auch eine Abwärtskompatibilität zu Thunderbolt 3 zwingend gegeben ist. USB 4 weicht aber auch in anderen Punkten von Thunderbolt 3 ab. So eben, dass es weiterhin den Stecker-Typ USB-C verwendet. Und das alternative Durchreichen von PCIe-Paketen (Verbindung von Peripheriegeräten direkt mit dem Chipsatz eines Hauptprozessors) ist zudem nur optional.
Mein erstes Fazit:
USB4 auf der Basis des USB-Typ C Steckers bringt kaum Licht ins USB Dunkel. Ältere Geräte werden abgehängt davon und ob es Adapter geben wird, die hier eine Brücke schlagen können ist diesmal eher ungewiss. Dennoch war die Entwicklung und dieser Schritt sicher richtig und wichtig, auch wenn der Standard der Entwicklung wieder hinterherhinkt.
Bleiben wir mal bei dem Beispiel, dass alles passt innerhalb des USB 4 Standards ist, dann werden künftig Smartphones noch schneller geladen werden, vorausgesetzt das der Akku das mitmacht. Monitore können auch ohne HDMI mit 4K in Bild und bester Tonqualität angebunden werden. Die Datenübertragung zwischen den Geräten, wie einer Digitalkamera oder einem Speichermedium alla einer externen Festplatte ist doppelt so schnell.
Doch es bleibt dabei. Einstecken und es geht oder auch nicht. Man wird noch genauer hinsehen müssen. Aber erstmal abwarten, dann ist immer noch genug Zeit um in Panik oder schiere Begeisterung auszubrechen.

