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Google Mail wird zur Steuerzentrale
Google fehlt es schon lange an einem wirklich sinnvollen zentralen Einstiegs-punkt zu den mittlerweile unübersichtlich vielen Produkten. Dabei gibt es ihn schon eine ganze Weile, jedoch hat Google die Steuerzentrale für alle seine Produkte zu gut integriert das man eigentlich sagen muss gut versteckt. Auf fast allen Seiten der Google Kernprodukte, zumindest im Browser, ist das berüchtigte 9 Punkte-Symbol zu finden. Mit einem Klick öffnet sich sozusagen das Google App Dashboard. Insoweit schon mal gut, weil man sich ggf. diese Anwendungen in die Lesezeichen-Leiste legen möchte. Was natürlich auch eine Möglichkeit ist zumal man dann auch Nicht-Google Anwendungen über diesen Weg schnell verfügbar hat.
GSuite Administratoren haben jedoch noch ganz andere Möglichkeiten. So lässt sich ein Lesezeichen Ordner mit den Anwendungen für alle seine Nutzer erstellen, der den Nutzern nach der Anmeldung sofort zur Verfügung steht. Eine andere sehr sinnvolle Lösung ist es die Anwendungen auf einer eigenen Website innerhalb der GSuite Domain zur Verfügung zu stellen und so einen ganz individuellen Einstieg mit Unternehmensanwendungen parat zu haben. Wie im nachfolgenden Bild zu sehen geht das natürlich auch als G Dashboard.
Das aber erfordert schon einige Einstellungen für den GSuite Admin und man muss sich zudem auch Gedanken machen was da wie und wo und vor allem wem zur Verfügung gestellt werden soll bzw. muss und darf! Google tut sich jedenfalls schon seither sehr schwer eine Art allgemeinen Workflow zu unterstützen indem man seine Anwendungen schnell im Zugriff hat. Dabei wäre es so einfach. Bereits auf der Basis von einer Browser-Erweiterung hätte man so etwas zur Verfügung stellen können. Aber natürlich nicht nur mit Google Apps, sondern so anpassbar, dass man auch die URL's anderer Anwendungen einbinden kann. Eine andere Lösung ist bzw. war bisher auch ein entsprechendes Browser-Design zu installieren.
Im Google Webstore wird man dazu fündig. Auch hier lassen sich je nach Themes individuelle Links zu Anwendungen in Form von Websites einbinden. Letztlich sind die Möglichkeiten aber zu viele und zu unterschiedlich und setzen auf verschiedenste technologische Lösungen. Einige davon sind sicherheitsrelevant, denn mit Erweiterungen ist grundsätzlich Vorsicht geboten. Genau das ist ein Thema, welches eine gewisse Unruhe bei einem Administrator hervorruft. Doch es wird noch bunter, denn nun betrachten wir zusätzlich einmal Chromebooks. Dies hervorragenden Computersysteme mit Googles ChromeOS Betriebssystem bieten keine Möglichkeit Anwendungen per Icons Drag und Drop auf den Desktop zu ziehen. Eben ganz anders als bei Windows. Und das ist gut, denn immer noch nicht alle Nutzer haben kapiert dass ein mit Verlinkungen voll gespickter Desktop ein wahrer Performance Killer des Windows PC's ist. Anwendungen werden dabei vorgeladen und das geht beim Starten des Systems bspw. zu lasen der Geschwindigkeit.
Wie gesagt, so etwas gibt es bei einem Chromebook zum Glück nicht. Dafür haben Chromebooks einen eigenen Schnellstart. Also eine Art Anwendungs-Desktop. Den öffnet man über das kleine Kreis-Symbol. Bei mir ist das oben links in der Ecke, weil meine Leiste links angeheftet ist. Aber hier lassen sich keine Anwendungen in form von Website Links ablegen, wenn es sich nicht um PWA's handelt. PWA's aber bieten nicht nur diese sondern auch viele weitere sehr interessante Möglichkeiten in dem Zusammenhang. PWA's also Progressive Web Apps ist zudem der Standard auf den für die Zukunft zu setzen ist.
Bevor es nun zu un übersichtig und umfangreich wird zurück zum eigentlichen Punkt. Google macht nun einen, ja eventuell überhaupt den ersten wichtigen Schritt. Es geht klar darum Arbeitsprozesse zu verbessern und die Zusammenführung von bestimmten Anwendungen zu nutzen, damit die Tätigkeit am Computer so effektiv wie einfach wird. Und Googles eMail Produkt nimmt natürlich eine zentrale Rolle dabei ein. Nicht nur weil es ein sehr altes und weit bekanntes Produkt ist. Es hat auch von Beginn an innerhalb der Google Anwendungswelt eine zentrale Rolle. Außerdem basieren viele Funktionen, wie bspw. im Zusammenhang mit dem Google Kalender oder auch Freigaben im Produkt Drive auf eMail Benachrichtigungen und orientieren sich an der eMail als zentrales Element in Zuge der Anmeldung und Nutzer Identifizierung. Gerade innerhalb der GSuite Welt.
Nun darf man sich auf eine Neuauflage von GMail freuen. Dort wird es neben der App-Seitenleiste auf der rechten Seite auch eine Neugruppierung im linken Menü geben. Nochmal Googles Kalender, Notizen und Aufgaben und Add-Ons, auch von weiteren Anbietern, eben rechts in der App-Leiste. Und künftig kommt nun die Integration von Google Meet, Chat und Rooms im Menue von GMail.
Auch in der mobilen Version wird es also die Reiter Mail, Chat, Rooms und Meet geben. Damit avanciert GMail zur Steuerzentrale der Produktivität. Es bedeutet die wichtigsten Anwendungen zusammen zu haben, welche bei einem Arbeitsvorgang relevant sind. Kurz Chatten um sich für eine Video Konferenz mit Meet zu verabreden, einen Termin finden und das auch gleich per eMail bestätigen. Noch schnell eine Notiz dazu machen und teilen und sich selbst eine Aufgabe anlegen die dafür noch zu erledigen ist. Und so weiter. Googles Kontakte sind in der ganzen Sache auch schon drinnen und so hat man mit dem Öffnen nur einer Anwendung, eben GMail, alles zur Hand.
Wer sich jetzt freut muss aber noch etwas wissen! Es handelt sich um ein weiteres Differenzierungsmerkmal zwischen GSuite, dem Profi-Business Konto und dem regulären GMail Konto, welches kostenlos allen Privatanwendern zur Verfügung steht. Denn diese neuen Möglichkeiten werden Nutzern des Privat-Kontos nicht zur Verfügung stehen. Allein im kostenpflichtigen GSuite wird dies künftiger Bestandteil sein.