Ein Aufschrei in der Chromebook Gemeinde - Linux
Es war ja schon ein riesiger Fortschritt also Chromebooks plötzlich in der Lage waren Apps aus dem Playstore auszuführen. Das ermöglichte einige Anwendungen mehr, als dies bisher bei Chromebooks der Fall war. Alle Chromebooks konnten das nicht. Da solche Apps in der Regel die Toutch Steuerung bevorzugen war es den Chomebooks mit Toutchscreen vorbehalten. Und jetzt kommt schon der neue Hit und die Chromebook Fans geraten schier in Ekstase.
Was im Einzelnen alles neu ist finden Sie [hier].
Kaum ist der Browser Chrome in der Version 67 ausgerollt gewesen tat sich etwas. Zwar sind wir heute bereits bei Version > 68 unterwegs, doch das wäre allein schon einen eigenen Post wert, denn es hat sich etwas spürbar verändert.
Doch jetzt kommt's: Linux läuft nun ohne großen Aufwand auf Chromebooks. Naja zumindest auf einem - aktuell ist die Funktion leider nur auf dem Google Pixelbook möglich. Alle die nicht gerade mal rund 1.000,00 Euro für ein Chromebook investiert haben müssen sich noch gedulden.
Google hatte auf seiner Hausmesse Google I/O im Mai offiziell erklärt, Chromebooks würden künftig in der Lage sein, Linux-Anwendungen in einer VM auszuführen.
Übrigens: Wer das unter Microsoft versucht steht deutlich größeren Hürden gegenüber und muss ggf. sogar Linux in einer eigenen Boot Partition installieren. Das ist bei den Chromebook nicht nötig, da ChromeOS selbst auf Linux Basis aufbaut.
Ganz nue ist es nicht, denn bisher waren einige Tricks notwendig, um Linux-Pakete auf Chromebooks zu installieren. Das ist seit einigen Tagen nun einfacher geworden, zumindest was Debian-Pakete (Debian ist ein Linux Derivat, also eine Linux Version, wie sie auch auf dem Raspberry Pi läuft, da besonders schlank) angeht. Voraussetzung ist aber immer noch das Aktivieren des Dev-Channels auf dem entsprechenden Chromebook. Zudem muss das Gerät von der Hardware her in der Lage sein, Crostini auszuführen. Das trifft zwar auf mehr als die Hälfte aller am Markt befindlichen Chromebooks zu, jedoch ist die Funktion derzeit nur beim Pixelbook ausgerollt.
Vergleichbar mit der Ausführung der Apps. Auch hier hat Google zunächst den Hauseigenen Geräten den Zugang ermöglicht. Alle anderen, wie die von Acer, HP, etc. mussten warten.
Aber zurück zum Thema: Prinzipiell lassen sich Debian-Pakete nun genauso einfach installieren wie unter Debian selbst. Im Terminal kann, wenn Crostini bereits installiert ist, per Klick auf den Reiter für Linux die Linux-Unterstützung installiert werden. Danach aktualisiert ein sudo apt update && sudo apt upgrade im Terminal die benötigte Software.
Damit ermöglichen die Chromebooks künftig gleich drei Applikationsdienste per eigener Architektur:
Das eröffnet wiederum eine ganze Welt neuer Anwendungen. Entwickelt sich das Chromebook zur Eier legenden Wollmilchsau?
Aber zurück zum Thema: Prinzipiell lassen sich Debian-Pakete nun genauso einfach installieren wie unter Debian selbst. Im Terminal kann, wenn Crostini bereits installiert ist, per Klick auf den Reiter für Linux die Linux-Unterstützung installiert werden. Danach aktualisiert ein sudo apt update && sudo apt upgrade im Terminal die benötigte Software.
Damit ermöglichen die Chromebooks künftig gleich drei Applikationsdienste per eigener Architektur:
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| Chromebook Architektur (künftig) |
Scheinbar ja - irgenwie schon.
Für den Standard-Anwender wird es sicher weniger Bedeutung haben. Aber möglicherweise lassen sich so künftig auch Terminal Emulationen wie Citrix realisieren. Firmen die heute Citrix einsetzen und nach und nach auf Chromebooks umsteigen, müssten nun sehr hellhörig werden. Bestimmte Anwendungen könnten dann auch auf Chromebooks ohne den Bezug zum Browser zur Verfügung gestellt werden. Siehe Debina CitrixReciver. Doch da ich dies aktuell ja noch nicht testen konnte bitte ich zunächst die Euphorie dahingehend noch etwas zu bremsen.
Zahlreiche andere Anwendungen drängen sich auf bzw. bieten sich an. Insbesondere Debian, welches weit verbreitet ist, bietet umfassende Lösungen für die Entwickler Gemeinde. Debian bietet als kostenloses und freies System heute schon über 50.000 Anwendungen.
So gewinnt auch das Thema Bildbearbeitung an Qualität, was bei den Chromebooks nur bedingt bedient wurde. Neue Konkurrenz für Mac? Naja. Ein bisschen schon.
Woran liegt es, das nicht alle Chromebooks die Linux-Funktionalität bekommen? In erster Linie wohl am Chipsatz: Nur Geräte mit ARM-System-on-Chips werden in Zukunft unterstützt werden.
Woran liegt es, das nicht alle Chromebooks die Linux-Funktionalität bekommen? In erster Linie wohl am Chipsatz: Nur Geräte mit ARM-System-on-Chips werden in Zukunft unterstützt werden.
Ahhh! ARM?
Die ARM-Architektur ist ein ursprünglich 1983 vom britischen Computerunternehmen Acorn entwickeltes Mikroprozessor-Design, das seit 1990 von der aus Acorn ausgelagerten Firma ARM Limited weiterentwickelt wird. ARM (Advanced RISC Machines).Obwohl der Name außerhalb der IT-Fachwelt wenig bekannt ist, gehören Implementierungen dieses Typs weltweit zu den meistverbreiteten Mikroprozessoren.
Das sind gute Neuigkeiten für bspw. das von mir häufig empfohlene Chrombook R13 von Acer, welches ich selbst nutze. Es hat die CPU mit Mediatek MT8173C, 2x 1.70GHz (ARM Cortex-A53), 2x 2.10GHz (ARM Cortex-A72). Fein, fein, fein!
Also wir bleiben mal dran an dem Thema und sobald es für mich umsetzbar wird teste ich das aus. Wer nicht so lange warten will, der besorge sich ein Pixelbook 2 und wenn er fertig ist mit dem Test darf er es mir schenken. Danke dann schon mal! Grins.


